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15. Oktober 2026

Operalia 2026 in Shanghai: Wo die nächste Generation der Opernstars antritt

Vom 26. Oktober bis zum 1. November 2026 versammelt der internationale Gesangswettbewerb Operalia 34 junge Sängerinnen und Sänger in Shanghai. In der Jury sitzen Verantwortliche bedeutender Opernhäuser, darunter die Metropolitan Opera in New York, die Wiener Staatsoper und die Mailänder Scala. Für die Teilnehmenden geht es damit nicht allein um Preise, sondern auch um die Aufmerksamkeit jener Personen, die internationale Besetzungen mitgestalten.

Von der Redaktion Opernreiseführer

Die Metropole Shanghai
Die Metropole Shanghai | © Leslin_Liu

Mainz/Shanghai - Wenn sich Ende Oktober die internationale Opernbranche in Shanghai versammelt, stehen 34 junge Sängerinnen und Sänger im Mittelpunkt. Der von Plácido Domingo 1993 gegründete Wettbewerb Operalia findet vom 26. Oktober bis zum 1. November erstmals in Shanghai statt. Gastgeber sind das Shanghai Conservatory of Music und das Shangyin Opera House, präsentiert wird der Wettbewerb von Rolex.

Die am 14. Oktober bekannt gegebene Jury vereint Verantwortliche bedeutender Opernhäuser und Festivals. Dazu gehören Sophie de Lint von der Dutch National Opera in Amsterdam, Michael Heaston von der Metropolitan Opera in New York, Peter Katona vom Royal Ballet and Opera in London und Robert Körner von der Wiener Staatsoper. Auch die Bayerische Staatsoper, die Mailänder Scala, das Festival d’Aix-en-Provence, La Monnaie in Brüssel und die Salzburger Festspiele sind durch ihre Verantwortlichen vertreten. Ergänzt wird das Gremium durch die Regisseurin Marta Domingo und weitere internationale Fachleute.

Die Zusammensetzung der Jury verleiht dem Wettbewerb besondere berufliche Bedeutung. Die Teilnehmenden präsentieren sich nicht nur einem Publikum, sondern auch Fachleuten, die über Engagements und die Besetzung internationaler Opernensembles mitentscheiden. Ein Preis garantiert keine Karriere, doch die Möglichkeit, vor diesen Entscheidungsträgern aufzutreten, kann wichtige Kontakte schaffen und den Weg zu weiteren Vorsingen ebnen.

Die 34 ausgewählten Talente stammen aus Europa, Asien und Amerika und decken ein breites Spektrum an Stimmlagen ab. Zu ihnen zählen die armenische Sopranistin Iana Aivazian, die spanische Sopranistin Sofía Esparza, der südkoreanische Tenor Junho Hwang, die polnische Sopranistin Gabriela Legun und die deutsche Sopranistin Serafina Starke. China ist unter anderem mit den Countertenören Zheng Jiang und Haolun Zhang vertreten. Das Teilnehmerfeld spiegelt die internationale Reichweite eines Wettbewerbs, der junge Stimmen früh mit der professionellen Opernwelt in Verbindung bringt.

Zu den früheren Preisträgern gehören Sängerinnen und Sänger, die sich inzwischen auf internationalen Bühnen etabliert haben, darunter Xabier Anduaga, Adela Zaharia und Levy Sekgapane. 2025 gingen die ersten Preise an die georgische Mezzosopranistin Ekaterine Buachidze und den rumänischen Bariton Mihai Damian.

In Shanghai entscheidet sich nun, welche der 34 Stimmen sich im Wettbewerb durchsetzen und die Aufmerksamkeit der internationalen Fachwelt gewinnen. Für das Publikum bietet Operalia die Gelegenheit, vielversprechende Sängerinnen und Sänger früh kennenzulernen. Für die Teilnehmenden ist der Wettbewerb eine Bewährungsprobe vor einer Jury, deren berufliche Netzwerke weit über die Wettbewerbstage hinausreichen.